Investieren wie Warren Buffett

Warren Buffett

Wer ist Warren Buffett?

Warren Buffet – heute

Warren Buffett (* 30. August 1930) ist amerikanischer Investor und Unternehmer. Als Investor gehört er zu den Besten unserer Zeit. Mit seinem Vermögen von ca. 90 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) zählt er außerdem zu den reichsten Menschen der Welt. Das Fundament seines Erfolgs ist das Unternehmen Berkshire Hathaway, welches er leitet und im Laufe der Jahre zunehmend aufgebaut hat. Auch heute ist Warren Buffett der größte Anteilseigner von Berkshire Hathaway.

Das Portfolio von Berkshire Hathaway ist gekennzeichnet durch Unternehmen wie Coca-Cola (~18 Mrd. USD), Apple (~19 Mrd. USD), Wells Fargo (~26 Mrd. USD) und The Kraft Heinz Company (~28 Mrd. USD).

„Man muss nur wenige Dinge im Leben richtig machen, so lange man nicht zu viele Fehler macht.“ – Warren Buffett

Vermögensentwicklung von Warren Buffett fimanto

Biografie: Kindheit, Ausbildung und Unternehmer

Bereits in jungen Jahren übte sich Warren Buffett als Investor und Unternehmer. So erwarb er im Alter von elf Jahren seine ersten Unternehmensanteile in Form von Aktien. Im Laufe seiner Kindheit entwickelte er viele kreative Wege Geld zu verdienen. Er verkaufte gebrauchte Golfbälle, vermietete Flipperautomaten an Friseure und vermietete einen Rolls-Royce.

Im Alter von 21 Jahren erwarb er den Master of Economics an der Columbia University in New York. Besonders geprägt wurde Buffett in dieser Zeit durch seinen Professor Benjamin Graham. Aufgrund seiner Arbeiten zur fundamentalen Wertpapieranalyse wird er noch heute als der Vater der Fundamentalanalyse bezeichnet. Nach dem Studium stieg Buffett bei Graham’s Brokerunternehmen Graham-Newman ein und arbeitete als Wertpapieranalyst.

1956 stieg Buffett aufgrund des Ruhestandes von Graham bei Graham-Newman aus und gründete Buffett Partnership. Mit Buffett Partnership investierte er in Unternehmen und bot Bekannten und Freunden die Möglichkeit an seinen Investments teilzuhaben. Bis 1969 baute Buffett diesen Investmentpool stetig auf. Dabei erzielte er eine Rendite von durchschnittlich 29,5 Prozent pro Jahr.

Im Jahr 1969 entschied sich Buffett sein Unternehmen aufgrund steigender Volatilität am Aktienmarkt zu schließen. All seinen Investoren bot er an ihr bis dahin investiertes Geld in Anteile des Textilunternehmens Berkshire Hathaway zu überführen. In den folgenden Jahren erhöhte Buffett seine Anteile an Berkshire Hathaway bis er es vollständig übernahm. Er wandelte das Unternehmen mit der Zeit von einem Textilunternehmen in eine Holdinggesellschaft und legte den Schwerpunkt auf Investitionen in Versicherungsgeschäfte.

Persönlichkeit

Warren Buffett ist bekannt für einen bescheidenen Lebensstil. So wohnt er seit 1958 im gleichen Haus, das er für 31.000 Dollar erworben hat. Ein herkömmlicher Tag von Warren Buffett ist durch gewohnte Abläufe und zum Großteil durch Lesen geprägt.

„Die glücklichsten Menschen haben nicht zwangsläufig die besten und teuersten Dinge. Sie schätzen die Dinge, die sie haben.“ – Warren Buffett

Buffett legt viel Wert auf Wohltätigkeit. So verkündete er 2006, dass er 85 Prozent seines Vermögens an unterschiedliche Stiftungen hinterlassen wird. Einen Großteil seiner Spende wird dabei an die Gates-Stiftung von seinen engen Freunden Melinda und Bill Gates gehen. Buffett spricht in diesem Zusammenhang von der Eierstock-Lotterie. Seine Geburt 1930 in den USA, seine tollen Eltern und lehrreiche Ausbildung bezeichnet er als großes Glück, das sich überproportional bezahlt machte.

Investment-Prinzipien von Warren Buffett

Value Investing

Warren Buffett ist Anhänger und Verfechter des Value Investings. Das Value Investing wir auch als das wertorientierte Anlegen bezeichnet. Grundlegender Ansatz des Value Investings ist die Fundamentalanalyse. Hierbei werden der betriebswirtschaftliche und ökonomische Daten und Informationen über das Unternehmen analysiert, um den inneren Wert zu ermitteln.

Bei der Entwicklung seiner Anlagephilosophie wurde Buffett u.a. geprägt von Benjamin Graham, David Dodd, Philipp A. Fisher und Charles Munger, dem heutigen Vizepräsidenten bei Berkshire Hathaway.

Buffett legt viel Wert darauf, dass sein Erfolg nicht dem Zufall unterliegt. In seinem Essay „The Superinvestors of Graham-and-Doddsville“ von 1984 und äußert sich kritisch gegenüber der Markteffizienzhypothese und der modernen Portfoliotheorie.

Anlagestrategie

Seine Anlagestrategie und Grundsätze beim Investieren fasst Warren Buffett meist wie folgt zusammen:

„Wir investieren nur in ein Unternehmen, wenn wir die Geschäfte verstehen, die langfristigen Aussichten des Unternehmens gut sind, das Unternehmen von kompetenten und ehrlichen Managern geleitet wird und  sehr attraktiv bewertet ist.“ – Warren Buffett

 Kompetenzkreis

Die beiden bekanntesten Regeln von Warren Buffett lauten: Verliere kein Geld und vergiss Regel Nummer eins nicht. Das Risiko eines Verlustes ist unverhältnismäßig größer, wenn man sich nicht ausreichend mit dem Investment auskennt. Buffett betont daher stets potentielle Investments intensiv zu analysieren und Investitionen ausschließlich in seinem Kompetenzkreis zu tätigen.

„Was ein Investor wirklich braucht, ist das Können, ausgewählte Unternehmen korrekt zu evaluieren.“ – Warren Buffett

Tipp: Aktiviere die Untertitel für ein besseres Verständnis.

Buy-and-Hold Ansatz

Investitionen, die Buffett tätigt, sind immer langfristig ausgelegt. Dieser Investmentansatz wird auch als Buy-and-Hold Ansatz bezeichnet. Die langfristige Orientierung von Investitionen haben u.a. den Vorteil geringerer Transaktionskosten. Risiko im Kontext des Investierens bedeutet für Buffett daher nicht Volatilität, sondern der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

„Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen“ – Warren Buffett

Qualität vor Quantität

Buffett legt bei seinen Investitionen viel Wert auf qualitative Elemente, wie u.a. die Kompetenzen des Managements und der Ertrag in der Zukunft. Bei seinen Grundsätzen des Investierens zieht er die qualitätiven Faktoren, den quantitätiven Faktoren vor. Er lehnt eine zu starke Diversifikation daher ab.

„Diversifizieren ist ein Schutz gegen Unwissen. Es macht wenig Sinn für diejenigen, die Bescheid wissen.“ – Warren Buffett

 Sicherheitsmarge

Ein zentrales Element seiner Strategie bildet das Konzept der Sicherheitsmarge. Von Sicherheitsmarge wird dann gesprochen, wenn der Aktienkurs, also der Preis, unter dem berechneten Unternehmenswert liegt. Eine wichtige Aufgabe des Investors liegt daher darin, den inneren Wert der Anlage zu bestimmen. Mit zunehmender Sicherheitsmarge wird das Risiko eines Verlustes reduziert.

„Vor langer Zeit hat mir Ben Graham beigebracht, dass der Preis das ist, was Du zahlst, und der Wert das ist, was Du bekommst.“ – Warren Buffett

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