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Die Börse einfach erklärt

Börse Börsenhandel Börsengang IPO

Was ist die Börse?

Die Börse ist ein Marktplatz an dem Waren und Güter, wie Wertpapiere, Rohstoffe, Devisen oder Derivate, in einem regulierten Umfeld gehandelt werden. Im Englischen spricht man von der Stock Exchange.

Die größten Börsenplätze der Welt (Quelle: Statista 2018)

  1. New York Stock Exchange (auch bekannt als Wall Street)
  2. BATS Exchange (Multilaterales Handelssystem)
  3. Nasdaq (größte elektronische Börse der USA)

Die Deutsche Börse AG ist die weltweit 12. größte Börse. Sie betreibt die Handelsplätze Xetra, Börse Frankfurt und mit Eurex eine der größten Terminbörsen der Welt.

Die heute wichtigste Börsenart ist die Wertpapierbörse. Eine Wertpapierbörse ist der Handelsplatz für Wertpapiere, wie Aktien, Anleihen oder Fonds. 

Andere Börsenarten sind: die Devisenbörse, die Warenbörse und die Terminbörse.

Die Entstehungsgeschichte der Börse

Die Börse gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert. Der Name stammt von der belgischen Kaufmannsfamilie van der Beurse. Die Familie veranstaltete regelmäßige Treffen mit italienischen Kaufleuten in ihrem Haus in Brügge. 

Wie funktioniert der Börsenhandel?

Wie entsteht ein Börsenkurs?

Bei einer Börse treffen Käufer und Verkäufer aufeinander. Der Preis eines gehandelten Gutes wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Ist die Nachfrage hoch, steigt der Preis. Ist das Angebot hoch, sinkt der Preis. Der Börsenkurs ist das Abbild vergangener Preise.

Börsenkurs einfach erklärt (4:41 Min)

Was ist ein Broker?

Ein Broker, auch Börsenmakler genannt, ist für die Durchführung von Wertpapierordern von Anlegern zuständig. Ohne einen Broker kannst du als Privatanleger keine Aktien oder andere Wertpapiere handeln.

Online-Broker

Für die Transaktionen erhält der Broker eine Vermittlungsgebühr, die sogenannte Courtage. Diese Gebühr unterscheidet sich je nachdem was der Broker an weiteren Leistungen anbietet.

Online-Broker sind eine kostengünstige und empfehlenswerte Alternative im Vergleich zu Hausbanken. Gerade Privatanleger, die kein Filialnetz und keine Beratung benötigen, können durch die Verwendung von Online-Brokern Gebühren reduzieren.

Was ist ein Depot?

Um an der Börse handeln zu dürfen, benötigst du ein Wertpapierdepot, kurz Depot. Ein Depot dient der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Über das Depot kannst du z.B. einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer Aktie aufgeben.

„Depot“ ist ein französisches Wort und bedeutet „Lager“. Vor der Digitalisierung wurden physische Wertpapiere ausgehändigt. Diese wurden nach Aushändigung an einem sicheren Ort, dem Depot, gelagert.

Heute ist das Depot digital über die Website seiner Depotbank einsehbar und beinhaltet Informationen zu getätigten Käufen und Verkäufen sowie dem eigenen Wertpapierbestand.

Wie funktioniert ein Börsengang?

Der Börsengang, auch IPO (Initial Public Offering) genannt, ist für eine Aktiengesellschaft eine Möglichkeit Geld zu beschaffen. Beim Börsengang werden Anteile des Unternehmens verkauft.

Unternehmensanteile, die vorher im privaten Besitz waren, werden dadurch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Für den Börsengang gibt es strenge, gesetzliche Regelungen. Die Börsenreife wird geprüft und sie müssen regelmäßig auf offiziellem Weg Unternehmensinformationen veröffentlichen.

Der größte Börsengang aller Zeiten

Am 19. September 2014 erzielte die Alibaba Group den derzeit größten Börsengang. Alibaba konnte durch den Börsengang Gelder in Höhe von knapp 25 Mrd. US-Dollar einnehmen.

Ablauf eines Börsengangs (5:55 Min)

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