In 7 Schritten zum ETF-Portfolio

ETF-Portfolio ETF Strategie

Schritt für Schritt zum eigenen ETF-Portfolio

ETFs sind ein gutes Produkt für den Start als Investor. Wir zeigen dir daher wie du dir in 7 Schritten dein eigenes ETF-Portfolio aufbauen kannst.

#1 Das richtige Mindset schaffen

Unser Umgang mit Geld ist im wesentlichen von unseren Denkgewohnheiten abhängig.

Unser Denken und Wissen über den Vermögensaufbau ist in erster Linie durch unsere Erziehung, die Schul- und Ausbildung sowie unseren Freundes- und Bekanntenkreis, also unser direktes Umfeld, geprägt.

Mit dem richtigen Input kannst du dein Denken und auch deine Motivation für den Vermögensaufbau positiv beeinflussen. Vor allem das Lesen unterschiedlicher Bücher zu dem Thema regt neue Denkweisen an.

Finanzbücher für das richtige Mindset

  • „Rich Dad Poor Dad“ – Robert Kiyosaki
  • „Der reichste Mann von Babylon“ – George S. Clason
  • „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ – Bodo Schäfer

 Zur Übersicht der besten Finanzbücher

#2 Grundlagen des Investierens lernen

Motivation und positive Denkgewohnheiten sind jedoch nur der Beginn. Was du außerdem benötigst ist Fachwissen.

Für einen Einsteiger wirken die Möglichkeiten der Geldanlage in der Regel vielseitig und undurchsichtig. Die Wirtschaft und Finanzwelt lassen sich jedoch verstehen, wenn man sich Schritt für Schritt damit befasst.

Investieren und Vermögensaufbau

In unserer Akademie findest du alles an, was du für den Anfang über das Investieren und den Vermögensaufbau wissen musst.

In unserem Lexikon der Geldanlage findest du einen Überblick über Grundbegriffe zum Sparen, Investieren und Vermögensaufbau.

Es gibt unzählige Anlagestrategien. Wir geben dir einen Überblick über die beliebtesten Anlagestrategien von Privatanlegern.

Wenn du das Investieren lernen möchtest solltest du insbesondere die Prinzipien erfolgreichsten Investoren der Welt kennenlernen.

Finanzkrisen gibt es schon solange es den Kapitalismus gibt. Wir geben dir einen Überblick über die größten Finanzkrisen aller Zeiten.

#3 Passives Investieren mit ETFs verstehen

Das passive Investieren mit ETFs ist eine Anlageform, die sich besonders für Anfänger eignet.

Passiv zu investieren bedeutet, dass man sich nicht aktiv mit der Analyse und Auswahl einzelner Aktien abmüht. Stattdessen kann man bereits mit wenig Geldeinsatz starten und kostengünstig in ganze Märkte investieren.

Neben Aktien kann man mit ETFs außerdem auch in weitere Anlageklassen, wie Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe, investieren und sein ETF-Portfolio dadurch noch weiter diversifizieren.

Das macht ETFs zu einem sehr guten Einsteigerprodukt. Auf dem Weg zu deinem ETF-Portfolio ist ein Grundverständnis über das passive Investieren besonders wichtig.

Was ist ein ETF?

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Funds). Ein ETF bildet die Wertentwicklung eines Index, wie z.B. den DAX (Deutschen Aktienindex) nach.

 Was ist ein ETF? ETFs einfach erklärt

#4 ETF Strategie erarbeiten

Wenn du die Grundlagen des Investierens und insbesondere des passiven Investierens mit ETFs verstanden hast, dann gilt es im nächsten Schritt eine Strategie zu erarbeiten.

Die Gestaltung deiner ETF Strategie liegt vor allem in der Gewichtung von Anlageklassen sowie Regionen und Märkten.

Gewichtung von Anlageklassen

Für die Gewichtung der Anlageklassen ist in erster Linie der Anlagehorizont entscheidend. Umso länger dein Anlagehorizont ist, desto riskanter kannst du dein ETF-Portfolio auslegen.

ETF-Portfolio Anlageklassen im Vergleich

Regionen und Märkte

Bei der Auswahl von Regionen und Märkten geht es insbesondere um den Aspekt der Diversifikation.

Durch eine weltweite Verteilung auf unterschiedliche Regionen und Märkte lässt sich das Anlagerisiko senken. Du solltest dein ETF-Portfolio daher weltweit diversifizieren.

Beispiel: Das Weltportfolio von Gerd Kommer

In seinem Buch „Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs“ beschreibt Gerd Kommer sein Weltportfolio. Dieses global diversifiziertes ETF-Portfolio besteht aus einem risikobehafteten (RBT) und einen risikofreien Teil (RFT).

Die Gewichtung zwischen dem RBT und RFT ist abhängig vom Anlagehorizont des Anlegers. Beispiel für ein Weltportfolio (60% RBT, 40% RFT):

Risikobehafteter Teil (60%):

  • Aktien entwickelte Länder: 55%
    • Aktien Large Caps Value: 50%
    • Aktien Small Caps: 50%
  • Aktien Schwellenländer: 25%
  • Immobilienaktien global: 10%
  • Rohstoffe: 10%

Risikofreier Teil (40%):

  • Kurzlauf AAA-/AA-Staatsanleihen: 100%

(Die reale inflationsbereinigte historische Rendite dieses Beispiels betrug in 40 Jahren von 1975 bis 2014 8,0%; MSCI World: 7,4%, DAX: 7,7%)

#5 Passende ETFs auswählen

Für die Auswahl von ETFs gilt zu Beginn eine wichtige Regel: Weniger ist Mehr.

Auch wenn man das Verlangen hat eine ausgefeilte Strategie zu erarbeiten und diese mit einer Vielzahl von ETFs umzusetzen, sollte man sich am Anfang auf wenige ETFs beschränken.

Bei der Auswahl von ETFs solltest du die folgenden Kriterien beachten:

Ausschüttungsvariante

Bei der Ausschüttung geht es darum, was mit den Dividenden und Zinsen passieren soll, die der ETF generiert. Man unterscheidet hierbei ausschüttend und thesaurierend. Wenn du langfristig anlegen möchtest, dann wähle am besten einen thesaurierenden ETF aus. Dieser unterstützt den Zinseszins-Effekt.

Replikationsmethode

Ein ETF kann einen Index auf unterschiedliche Arten abbilden. Die Abbildungsart wird Replikationsmethode genannt. Man unterscheidet die vollständig Replikation, das optimierte Sampling und die swap-basierte Replikation.

Bei einem Swap handelt es sich um ein Tauschgeschäft mit einer Bank. Der ETF-Anbieter tauscht die Rendite seines Portfolios mit einer Bank gegen die Rendite des Index.

Bei der vollständigen Replikation und dem optimierten Sampling werden tatsächlich Anlagen aus dem Index gekauft. Diese Replikationsmethoden sind daher zu empfehlen.

Fondsgröße und -alter

Die Fondsgröße und das Alter des Fonds sind ein Indiz für die Beständigkeit des ETFs. Es ist nicht unüblich, dass ein ETF eingestellt wird oder im Laufe der Zeit vom Anbieter verändert wird.

Achte daher darauf, dass der Fonds nicht zu klein oder zu jung ist.

Sparplanfähigkeit

Es besteht die Möglichkeit mithilfe eines Sparplanes regelmäßig in ETFs zu investieren. Wenn du dies möchtest, dann musst du unbedingt auf die Sparplanfähigkeit des ETFs achten. Die Sparplanfähigkeit ist in der Regel abhängig von deinem gewählten Broker.

ETF Suche von justETF

Die beste ETF Suche aus unserer Sicht findet ihr bei justETF. Hier könnt ihr gezielt Kriterien auswählen und findet so zu den passenden ETFs.

 Zur ETF Suche von justETF

#6 Broker auswählen

Zum Kauf von ETFs an der Börse benötigst du einen Broker. Bei der Auswahl eines Brokers solltest du in erster Linie auf die Kosten achten. Aus dem Grund ist es sinnvoll seine Wahl auf Online-Broker zu beschränken.

Welchen Online-Broker soll ich wählen?

Für die Auswahl eines geeigneten Online-Brokers gibt es unterschiedliche Kriterien:

  • Depotführungsgebühren
  • Ordergebühren (Kosten für Wertpapierkauf oder -verkauf)
  • Anzahl der sparplanfähigen ETFs (nur relevant, wenn du einen Sparplan machen möchtest)

#7 ETF kaufen

Wenn du einen Online-Broker gewählt, eine Strategie erarbeitet und die dazu passenden ETFs herausgesucht hast, steht dem Kauf nichts mehr im Wege.

Sparplan statt einmaligem Kauf

Unabhängig davon wie viel Geld du zur Verfügung hast, solltest du die ETFs nicht auf einen Schlag kaufen, sondern einen Sparplan einrichten.

Damit nutzt du neben einer regionalen und marktbezogenen Diversifikation auch die Zeitdiversifikation. Du verhinderst damit den Versuch von Market Timing, also dass du zu einem sehr hohen Kurs und damit schlechten Zeitpunkt kaufst.

Für jemanden, der weniger Geld zur Verfügung hat ist ein Sparplan ohnehin sinnvoll. Bei den meisten Online-Brokern kannst du bereits ab 25€ pro Monat einen Sparplan einrichten und in dein ETF-Portfolio investieren.

Wie viel soll ich monatlich sparen?

Die Sparquote der Deutschen liegt im Durchschnitt bei 9,9% p.a. (Quelle: Tagesgeldvergleich.net). Ambitionierte Sparer und Investoren kommen auf Sparquoten von über 50%.

Die Höhe deiner Sparquote ist abhängig von deinen aktuellen Fixkosten. Versuche deine Fixkosten sukzessive zu senken, um deine Sparquote zu erhöhen.

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